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Seite 7

 

 

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Die Schwere der vergangener Tage
freigeben können
und sich dankbar erinnern an das,
was an beglückendem geschah.
Gespannt und in guter Hoffnung
warten auf das, was in Zukunft
an Überraschendem in sich birgt.
Zwischen gestern und morgen
die Zeit füllen mit dem,
was das Herz im Augenblick bewegt.
Mit den Füssen auf der Erde,
mit den Träumen schön im Himmel
und beflügelt dabei
auf dem Weg zu sich selbst.

 

Spilling-Nöcker

 

 

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Aus: https://www.suhrkamp.de/themen/islam_in_europa_279.html  am 20181229

 

Aus aktuellem Anlass – Islam in Europa
 »Jetzt, nach dem Schock über das Gemetzel in der Redaktion von Charlie Hebdo, ist der Moment gekommen, um Mut zum Nachdenken zu finden. Jetzt und nicht später, wenn sich die Dinge legen, wie uns die Freunde billiger Weisheiten zu überzeugen suchen: Die Herausforderung besteht genau darin, den Akt des Denkens mit der Hitze des Augenblicks in Einklang zu bringen. In der Kälte des Danach zu reflektieren führt nicht zu einer ausgewogenen Wahrheit, sondern normalisiert die Situation und erlaubt uns, der Schneide der Wahrheit auszuweichen.« 
Slavoj Žižek

 

 

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Kostet und seht, gütig ist Gott.
Glücklich die sich bergen bei ihm.
Meide das Böse, tue das Gute.
Suche Frieden und jage ihm nach.

Taizelied

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So essen wir Brot

Und doch leben wir vom Glanz.

 Hilde Domin

 

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Aus Andere zeiten 11.12.2018

 

Lovesong

 

Ich darf den Tag schon vor dem Abend loben,

denn wenn es Nacht wird weist du Dich bei mir.

Bei dir ist meine Dunkelheit gut aufgehoben,

sobald Dämonen mein Gemüt umtoben,

schickst Du sie weg – und sie gehorchen Dir

 

Ich darf den Tag schon vor dem Abend loben,

denn keine Zeit hat uns einander fremd gemacht,

Das Leben lebt, wir sind mal unten, sind mal oben,

wir wachsen - und wir geben aufeinander acht.

 

Ich darf den Tag schon vor dem Abend loben,

denn jeder Tag ist auch ein Tag mit Dir.

Wenn unser Abend kommt, entschweben wir nach oben

und freuen uns, das nächste Stück zu proben,

verrückte Welt – was sind wir gerne hier!

 

Sören Callsen

 

 

 

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Aus Andere zeiten 12.12.2018

 

 

Am Ende der Suche und der Fragen
nach Gott steht keine Antwort,
sondern eine Umarmung

Fulbert Steffansky

 

 

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Aus w. weischedel die philosphische hintertreppe s.301; die sage vom sein

 

„Oder er unterhält sich im ‚Wirtshäusle‘ mit den benachbarten Bauern über deren Dinge, in der tropfenden Weise des Gesprächs, das den Menschen dieses Landstrichs eigen ist.“

 

 

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Aus: http://www.marcus-steinbrenner.info/docs/texte/Celan_Auge.pdf

 

Paul Celan

 

DIE JAHRE VON DIR ZU MIR (1948)

 

Wieder wellt sich dein Haar, wenn ich wein. Mit dem Blau deiner Augen
 deckst du den Tisch unsrer Liebe: ein Bett zwischen Sommer und Herbst.
 Wir trinken, was einer gebraut, der nicht ich war, noch du, noch ein dritter:
 wir schlürfen ein Leeres und Letztes.

 Wir sehen uns zu in den Spiegeln der Tiefsee und reichen uns rascher die Speisen:
 die Nacht ist die Nacht, sie beginnt mit dem Morgen,
sie legt mich zu dir.

 

 

CORONA (1948)

Aus der Hand frißt der Herbst mir sein Blatt: wir sind Freunde.
 Wir schälen die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehn:
 die Zeit kehrt zurück in die Schale.

 Im Spiegel ist Sonntag,

 im Traum wird geschlafen,
der Mund redet wahr.

Mein Aug steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:
wir sehen uns an,
wir sagen uns Dunkles,
wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,
wir schlafen wie Wein in den Muscheln,
wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.

Wir stehen umschlungen im Fenster, sie sehen uns zu von der Straße:
es ist Zeit, daß man weiß!
Es ist Zeit, daß der Stein sich zu blühen bequemt,
daß der Unrast ein Herz schlägt.
Es ist Zeit, daß es Zeit wird.

Es ist Zeit.

 

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Gerechtigkeitswoche in fb Cornelia Coenen-Marx vom 15.11.2018:

20181117 im FB als Kommentar Hans Reichenzer:

Warum so spät das nicht ganz neue Thema? Könnte(n) dies(e) Grund(e) für die Verspätung beachtet werden, damit zukünftig die Entwicklung der Ungerechtigkeit verlangsamt wird? Zwei Gründe sehe ich: 1. es lohnt sich mehr Einzelinteressen (ökonomischer, politischer und/oder Gesellschaftlicher Erfolg) zu verfolgen als die Mehrerer (Basic needs) und 2. Das nicht anwenden vorhandenen oder das fehlende Wissen um Grundlegende Systemzusammenhänge ist nicht sanktionsfähig und damit bleibt Verantwortlichkeit vage sprich Handeln wider besseres Wissen folgenlos (Defätismus, geplante Obsoleszenz).

 

 

Verweis:

Iris Pufé: Sanktions- und Informationsfähigkeit als Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

 

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Joni Mitchell

Aus: https://lyricstranslate.com/de/both-sides-now-nun-beide-seiten.html

Both Sides Now

Bows and flows of angel hair

And ice cream castles in the air

And feather canyons everywhere

I've looked at clouds that way

 

But now they only block the sun

They rain and snow on everyone

So many things I would have done

But clouds got in my way

 

I've looked at clouds from both sides now

From up and down, and still somehow

It's cloud illusions I recall

I really don't know clouds at all

 

Moons and Junes and Ferris wheels

The dizzy dancing way you feel

As every fairy tale comes real

I've looked at love that way

 

But now it's just another show

You leave 'em laughing when you go

And if you care, don't let them know

Don't give yourself away

 

I've looked at love from both sides now

From give and take, and still somehow

It's love's illusions I recall

I really don't know love at all

 

Tears and fears and feeling proud

To say "I love you" right out loud

Dreams and schemes and circus crowds

I've looked at life that way

 

Oh but now old friends are acting strange

They shake their heads, they say I've changed

Well something's lost but something's gained

In living every day

 

I've looked at life from both sides now

From WIN and LOSE and still somehow

It's life's illusions I recall

I really don't know life at all

 

I've looked at life from both sides now

From up and down and still somehow

It's life's illusions I recall

I really don't know life at all

 

 

Deutsch Übersetzung

Nun beide Seiten

Nun beide Seiten

 

Reihen und Eisschollen aus Engelhaar

und Eiscremeschlösser in der Luft

und Federschluchten überall -

So habe ich Wolken (bisher) betrachtet.

 

Aber nun blockieren sie nur die Sonne,

sie regnen und schneien auf jedermann.

So viele Dinge hätte ich getan,

doch Wolken versperrten mir den Weg.

 

Ich habe Wolken nun von beiden Seiten betrachtet,

im Auf und Ab, und irgendwie

sind es die Täuschungen der Wolken, an die ich mich erinnere -

Eigentlich kenne ich Wolken überhaupt nicht.

 

Monde und Junis und Riesenräder,

die schwindelig tanzende Art wie du dich fühlst,

wenn jedes Märchen wahr wird -

so habe ich die Liebe (bisher) betrachtet.

 

Aber nun ist es eine andere Vorstellung,

du lässt sie lachend zurück, wenn du gehst,

und wenn du dich sorgst, dann lass es sie nicht merken,

gib dich selbst nicht weg.

 

Ich habe die Liebe nun von beiden Seiten betrachtet,

vom Geben und Nehmen aus, und irgendwie

sind es die Täuschungen der Liebe, an die ich mich erinnere -

Eigentlich kenne ich die Liebe überhaupt nicht.

 

Tränen und Ängste und ein Gefühl des Stolzes,

wenn du frei heraus laut sagst „Ich liebe dich“.

Träume und Pläne und Zirkusrummel -

so habe ich (bisher) das Leben betrachtet.

 

Aber nun handeln alte Freunde seltsam,

sie schütteln ihre Köpfe, sie sagen, ich habe mich verändert.

Gut, manches ist verloren, aber manches ist gewonnen,

wenn du im Alltag lebst.

 

Ich habe das Leben nun von beiden Seiten betrachtet,

vom Gewinnen und Verlieren aus, und irgendwie

sind es die Täuschungen des Lebens, an die ich mich erinnere -

Eigentlich kenne ich das Leben überhaupt nicht.

 

Ich habe nun das Leben von beiden Seiten betrachtet,

im Auf und Ab, und irgendwie

sind es die Täuschungen des Lebens, an die ich mich erinnere -

Eigentlich kenne ich das Leben überhaupt nicht.

 

 

 

 

..  …        ---           -

 

Aus: Das falsche Leben, H -J Maaz

 

Ich bin ich.

Du bist du

Ich und du sind immer verschieden.

Jeder ist für sein Leben verantwortlich.

Gemeinsam sind wir für unsere Beziehung verantwortlich.

Wir genießen Übereinstimmung und Gemeinsames.

Wir akzeptieren vorwurfsfrei getrenntes.

Für das gewünschte und notwendige Zusammensein in

Verschiedenheit verhandeln wir.

Auf mein Böses, Feindseliges und Destruktives achte ich

 und kontrolliere es.

Ich lasse mich vom Gestörtsein anderer nicht anstecken,

sondern:

-       Ich „spiele“ dann nicht mit

-       Ich gehe aus dem Feld

-       Oder ich wehre mich aktiv bei Gefahr,

-       und ich engagiere mich für bessere Beziehungen.

 

 

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Reinhard Mey

 

Ref: Komm, gieß mein Glas noch einmal ein
Mit jenem bill'gen roten Wein
In dem ist jene Zeit noch wach
Heut' trink ich meinen Freunden nach

Bei diesem Glas denk' ich zurück
An euch, mit denen ich ein Stück
Auf meinem Weg gegangen bin
Mit diesem Glas trink' ich im Sinn
Nach Süden, Osten, West und Nord
Und find' Euch in Gedanken dort
Wo immer Ihr Zuhause seid
Seh' die Gesichter nach der Zeit
In meinem Glas vorüberzieh'n
Verschwommene Fotografien
Die sich wirr aneinanderreih'n
Und ein paar Namen fall'n mir ein
Und ein paar Namen fall'n mir ein

Ref


Karl, der sich nicht zu schade fand
Der, wenn es mulmig um mich stand
So manche Lanze für mich brach
Auf Klaus, der viel von Anstand sprach
Und der mir später – in der Tat -
Die beste Pfeife geklaut hat
Mein Zimmernachbar bei Frau Pohl
Der nach Genuss von Alkohol
Mein Zimmer unerträglich fand
Und alles kleinschlug, kurzerhand
So übte der sich damals schon
In Sachen Weltrevolution
In Sachen Weltrevolution

Ref


Dem stets betrunk'nen Balthasar
Der immer, wenn er pleite war
Seinen Kredit bei mir bekam
Und wenn ich mich selbst übernahm
Dann zahlte stets der Franz für mich
Bis Balthasar die Schuld beglich
Volker und Georg, die mit mir
Brüderlich teilten Schnaps und Bier
Die fahr'n zu dieser Zeit voll Rum
Auf irgendeinem Pott herum
Auf irgendeinem Ozean
Und spinnen neues Seemannsgarn
Und spinnen neues Seemannsgarn

Ref


Verwechs'le ich Euch, vergaß ich dich
Lässt mich mein Gedächtnis im Stich?
Manches ist schon so lange her
Kenn' ich nicht alle Namen mehr
So kenn' ich die Gesichter doch
Und erinnere mich noch
Und widme Euch nicht wen'ger Raum
Geschrieben haben wir uns kaum –
Denn eigentlich ging keiner fort
In einer Geste, einem Wort
In irgendeiner Redensart
Lebt Ihr in meiner Gegenwart
Lebt Ihr in meiner Gegenwart

Ref

 

 

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Gott                                        umsonst

spricht                                               umsonst

:

Ich will                                   umsonst

dem Durstigen geben        umsonst

von der Quelle                     umsonst

des lebendigen                   umsonst

Wasser                                  umsonst

.

 

Jahreslosung 2018

rz

 

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut“ StEx. Kann das Herz auch mit Andern Sinneswahrnehmungen verglichen werden. ZB hören. Ist die Eigenart des Sehens mit den Augen der Eigenart des Sehens mit dem Herzen ähnlich und daher auch am ehesten vergleichbar oder sogar verwechselbar. Was wäre diese Eigenart.  Einsichten des klarsehenden Verstandes oder Einsichten des liebvollen Herzens

 

Rz 29082018

 

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24.08.2018 rz

 

Rückwärts  denken

Aus der Position des Erfolgs musste alles so kommen. Die Vorausgehenden Überlegungen haben zum Ziel geführt. Zweifel ist nicht wesentlich. Was nicht beachtet wurde war wertlos. Zukunft heißt stabilisieren des Erfolgs und „Immer weiter so“ Ziel ist Maximierung Konkurrenz, Diskurs, Wachstum, Erfolg, Fehlervermeidung

 

Vorwärts denken

Aus der Position der Gestaltung sind Erfahrungen und Gedanken Alternativen – Was ist ist ein Moment des Gewordenseins. Es gibt noch nicht Gelebtes - Wertvolles wie schreckliches. Möglichkeiten die bisher verkannt oder unterschätzt wurden. Es hat sich mancher Fehler durchgesetzt, weil es zu bequem war oder zu wenig Zeit war oder Interessen verfolgt wurden und somit aufwändigere Sachen nicht zum Tragen kamen. Zukunftsdenken bedeutet lebendige Vergnügtheit. Bewahren und bebauen.

Ziel ist Optimierung, versöhnlich Dialog, Solidarität, Aus scheitern lernen.

 

 

 

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Sprüchebeutel vs Labersack

 

 

 

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Laßt uns organisieren

 

Man erzählt, daß Gott nach Erschaffung der Welt sein Werk zufrieden betrachtet und der Teufel sein Wohlgefühl geteilt habe, auf seine Weise natürlich, denn als er ein Wunder nach dem anderen begutachtete, habe er immer wieder gerufen: "Wie gelungen alles ist ! Wir wollen es organisieren!"

            -           Und damit alle Freude nehmen.

Anthony de Mello

 

 

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Ästhetik um Entwicklungen in Affektiver Form zu ermöglichen und zu erhalten

G.Bateson Ökologie des Geistes S. 352

 

„Wie ich es sehe, ist die Welt aus einem sehr komplexen Netzwerk (eher als aus einer Kette) von Einzelwesen aufgebaut, die diese Art der Beziehung zueinander haben, allerdings mit dem Unterschied, daß viele dieser Einzeiwesen ihre eigene Energieversorgung und vielleicht ihre eigenen Vorstellungen davon haben, welchen Weg sie einschlagen möchten.

In einer solchen Welt nähern sich die Probleme der Kontrolle eher der Kunst als der Wissenschaft, und zwar nicht nur, weil wir dazu neigen, das Schwierige und das Unvorhersehbare als Kontexte für die Kunst anzusehen, sondern auch, weil die Folgen des Irrtums leicht in Häßlichkeit ausarten.

Ich möchte also mit der Warnung abschließen, daß wir Sozialwissenschaftler gut daran täten, uns in unserem Eifer, die Welt, die wir so wenig verstehen, kontrollieren zu wollen, zurückzuhalten. Die Tatsache unseres unvollkommenen Verstehens sollte nicht dazu führen, daß unsere Ängste genährt und damit die Bedürfnisse nach Kontrolle noch erhöht werden. Vielmehr sollten unsere Untersuchungen durch ein älteres, heute aber weniger honoriertes Motiv inspiriert werden: eine Neugier auf die Welt, von der wir ein Teil sind. Der Lohn einer solchen Arbeit ist nicht Macht, sondern Schönheit.

Es ist eine seltsame Tatsache, daß jeder große wissenschaftliche Fortschritt - und nicht zuletzt der Fortschritt, den Newton erreichte - elegant ist.“

Fußzeile Hans Reichenzer BC